Liebe Freunde, vorneweg und rein für das Protokoll: Variationen von Horror Rap gab es schon früher. Viel früher. Crews wie Psycho Realm aus Los Angeles, die zudem auch sehr politisch und spirituell  waren, oder die Horrorcore-Suppergruppe Gravediggaz zum Beispiel. Zur Band gehörten damals RZA vom Wu-Tang Clan, Frukwan von Stetasonic, Prince Paul und Too Poetic. Ihr Debüt-Album „6 Feet Deep“ aus dem Jahre 1994 schaffte es damals gar in die Charts.

Nun haben sich aber im Zuge von Cloud-Rap neue Acts dem Thema angenommen und pushen dieses massiv nach vorne. Bereits gibt es in vielen grösseren Städten Club-Events bei denen ausschliesslich dieses Genre gespielt wird. Was einst klein auf Soundcloud begann erreicht nun plötzlich ein viel grösseres Publikum. Acts wie die beiden $UICIDEBOY$ aus New Orleans, Bones, XXXTentacion oder Pouya haben viele Clicks und Plays. Mad, crazy.

 

 

Fazit: Alles nur Hype? Nein, keinesfalls. Eher eine modere Weiterentwicklung von bestehendem. Düstere Themen werden, vorallem auch musikalisch, zeitgemäss umgesetzt. OK, dann und wann geht es wohl sicher einfach um’s schockieren. Aber: Wummernde Bässe umgeben von viel Dringlichkeit und Wut. Splatter-Aesthetik in den Videos. Relevanz im 2k17 ist absolut gegeben. Rap ist vielseitig und das ist gut so.

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